Actuel

8. Mai 2020 – 75 Jahre Ende des 2. Weltkrieges

Vortragsveranstaltung im Stadtmuseum und Ausstellung im Rathaus Kassel aus Anlass der Buchvorstellung

„Mit Mut und List – Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg“, Hg. Florence Hervé

Deutsch-Französisches Forum Kassel – Cercle Français in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF)

Einführung

Das neu erschienene Buch von Florence Hervé zum Widerstand europäischer Frauen gegen Faschismus und Krieg während der Nazi-Herrschaft hat uns im 75. Jahr nach Kriegsende motiviert, mit öffentlichen Veranstaltungen auf dieses besondere Datum aufmerksam zu machen. Der Fokus richtet sich dabei auf das Schicksal von Frauen. Gerade deren aktiver Widerstand gegen Krieg und deren Leiden werden zuweilen in der Geschichtsschreibung vernachlässigt.

Es ist uns umso wichtiger, uns generell mit dem Widerstand gegen Faschismus und Krieg zu beschäftigen, als regelmäßig bei vergleichbaren Gedenkveranstaltungen in Deutschland Umfragen veröffentlicht werden, nach denen sich eine Mehrheit der Deutschen für einen „Schlussstrich unter die NS-Vergangenheit“ aussprechen würde.

Wir sprechen uns gegen diesen Schlussstrich aus. Denn die Lehren, die aus der Terrorherrschaft des Faschismus für ein soziales und demokratisches Gemeinwesen zu ziehen sind, müssen nachhaltig von Generation zu Generation und stets aufs Neue weiter gegeben werden. Nur so kann die Aufmerksamkeit der Zivilgesellschaft auf aktuelle faschistoide Tendenzen hergestellt werden.

Feiertag in Frankreich, Gedenktag in Deutschland?

Zum Weiterlesen den Kompletten Text zum 8. Mai hier: Herunterladen

 


 

L’insidieux virus

Chers membres, chers amis,

Qui aurait pensé il y a encore un mois qu’un infime virus invisible aurait pu complètement changer notre quotidien et provoque une pandémie à échelon mondial ? A l’heure actuelle, une vague d’épidémie liée au Covid-19 se déferle sur toute la planète à la vitesse d’un cheval au galop. A ce stade la mondialisation a parfaitement fonctionné de façon exemplaire !

Par conséquent, nous devons nous habituer à des restrictions, des privations dans nos sorties et les contacts sociaux, pas de déplacement sans laisser-passer, pas de cinéma ni théâtre, pas de bons petits plats au restaurant, pas de voyage, impossible de traverser les frontières et ceci jusqu’à nouvel ordre. L’incertitude de savoir combien de temps la situation va durer et la peur qu’elle puisse encore empirer nous cause bien des tracas.

Une chose est sûre, notre vie ne sera plus jamais comme avant, nous allons remettre en cause notre comportement et réfléchir sur de nombreuses activités qui nous semblaient normales jusque-là et décider de façon consciente s’il est vraiment nécessaire de continuer ce train de vie qui cause des inégalités sociales et met en danger le climat de notre planète.

Certes le confirment provoque des conflits entre les divers membres de la famille du fait que l’on soit entassés les uns sur les autres et manque d’exercice. Il faut bien structurer sa journée afin de ne pas sombrer dans un gouffre et une inertie virale. Et surtout rétrograder d’un cran notre rythme de vie infernale. Toujours plus, toujours plus haut, toujours plus beau, cela mène où au bout du compte ?

Donc je suis parfaitement convaincue que la crise actuelle n’apportera pas seulement des inconvénients et que nous en sortirons grandis et plus sages. Au bout du compte la planète nous remerciera d’avoir mis un frein notoire sur le gaspillage et la pollution atmosphérique et elle se remettra d’une grande période de convalescence. N’est-ce-pas ce que nous voulions toujours donner en héritage aux générations qui nous suivent ? Certes nous souffrons d’une perte de liberté dans nos mouvements, mais nous retrouvons par ailleurs – comme en récompense – une grande liberté d’esprit, de pensée hors des chemins battus, du fait que nous avons plus de temps à disposition, nous sommes plus inventifs dans la situation de crise et sortons de notre zone de confort et développons des activités que nous avions longtemps mis au panier (jeux de société en famille, balades dans la nature lorsque le temps nous le permet) et surtout nous avons davantage de temps à consacrer à la famille, son partenaire et ses enfants, et de se mettre à l’écoute des besoins des uns des autres. N’est-ce pas plus important que la consommation à outrance dont nous sommes témoins ou victimes. Le tourbillon de la vie nous empêche souvent de réfléchir sur ce qui est important où pas. Alors revenons à l’essentiel ! Et nous trouverons notre bonheur dans les petits riens de la vie.

J’espère que d’ici le mois de mai, nous pourrons reprendre successivement nos activités et nous aurons bientôt la joie de se revoir.

Heureusement, le printemps est là et la nature n’est pas contaminée par le virus.

Bien amic’allemand

Marie-Pascale

 

Tourneboule


 

Auch wir schließen uns aus gegebenem Anlass den Vorsichtsmaßnahmen an und verschieben alle geplanten Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit!

 * Wir informieren an dieser Stelle über neue Termine! * Bleiben Sie gesund!


 

Exzellenzpreis "St-Exupéry für 16 Kasseler Schüler*innen der Abiturklassen.

In einer Feierstunde in der Albert Schweitzer Schule Kassel erhielten erstmals 16 Kasseler Schülerinnen und Schüler den vom Deutsch-Französischen-Forum Kassel vergebenen "St. Exupéry-Preis", der sich an besonders engagierte Lernende im Fach Französisch richtet, die zusätzlich in französischsprachigen kulturellen und berufsvorbereitenden Bereichen aktiv sind.  

Schulleiter Markus Crede stellte in seiner Einführung  die Wichtigkeit des Französisch-Lernens vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der politischen Landschaft in Europa dar. Er verwies auf das hohe Gut eines mehrsprachigen offenen und  freizügigen Europas, dessen Verteidigung gerade in den größten Ländern, den Partnerländern Frankreich und Deutschland, nachhaltig weiterentwickelt werden müsse.

Die Preisträger*innen gaben im Anschluss einen überaus erkenntnisreichen Einblick in ihre Arbeit mit einer differenzierten französischsprachigen Präsentation zum Klimawandel am Beispiel der Alpenregionen. Ganz im Sinne des neuen Aachener Vertrages zwischen Frankreich und Deutschland, der einen Schwerpunkt  auf die Bekämpfung des Klimawandels legt, konnten die Schüler*innen in bemerkenswerter Weise inhaltlich und sprachlich überzeugend ihre Argumente vortragen.

Bei der anschließenden Preisvergabe erhielten die Schüler*innen ein Geldgeschenk für ihre besonderen Leistungen über das Schulfach hinaus:  Erwerb zusätzlicher Sprachzertifikate,  Preisträger des 1. Hessenpreis in französischer Sprache, Berufspraktika im französischsprachigen Ausland, Preisträger des hessischen Schülerpreises für französische Literatur, um nur die wichtigsten zu nennen.

Abgerundet wurde die Feierstunde mit einem kleinen Empfang von Frau Göbel, Französischlehrerin und  Leiterin der französischen Bibliothek der Albert Schweitzer Schule

Die Preisträger*innen mit Schulleiter Crede, 2. von rechts, den Lehrerinnen Frau Neumann-Westhof, Jacob Grimm Schule, 3. von rechts, Frau Göbel, Albert Schweitzer Schule, 4. von links, sowie den Vorstandsmitgliedern des Deutsch-Französischen Forums, Françoise Kühn und Paul Leuck, 1.u. 2. von links
Die Preisträger*innen mit Schulleiter Crede, 2. von rechts, den Lehrerinnen Frau Neumann-Westhof, Jacob Grimm Schule, 3. von rechts, Frau Göbel, Albert Schweitzer Schule, 4. von links, sowie den Vorstandsmitgliedern des Deutsch-Französischen Forums, Françoise Kühn und Paul Leuck, 1.u. 2. von links


 

Liebe Mitglieder! Bitte überweisen Sie Ihre Mitgliedsbeiträge (falls noch nicht geschehen) für 2019 und 2020 (25 € pro Person) auf folgendes Konto:

Kasseler Sparkasse
IBAN: DE25 5205 0353 0204 0067 87


 

Wir unterstützen das Friedensprojekt Europa:

https://www.forumzfd.de/de/rettetdasfriedensprojekteu


 

Wir unterstützen die Initiative Offen für Vielfalt

Klick mich an !

Ehrung mit Bundesverdienstkreuz

Mit großer Freude haben wir, das Frankreichforum und der Cercle francais – Gesellschaft für deutsch-französische Zusammenarbeit in Kassel, die Auszeichnung unserer französischen Kollegin und Freundin, Monique Durand, mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten Steinmeier am 4. Dezember begleitet.

Monique Durand hat wie keine andere den deutsch-französischen Friedensgedanken mit der Gedenkstättenarbeit zum 1. Weltkrieg seit Jahren maßgeblich verfolgt und uns in Kassel motiviert, gerade Jugendliche für ihre Arbeit zu begeistern. Kasseler Schülerinnen und Schüler vor allem der Albert Schweizer Schule (Europaschule) haben über viele Jahre an Ausgrabungsarbeiten in der Champagne teilgenommen, um aus dem im Krieg zerbombten Dorf Nauroy beispielhaft eine Gedenk-und Mahnstätte für die Greuel der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu machen.

Wir wurden im letzten Jahr zu einer Gedenkzeremonie nach Nauroy bei Reims eingeladen. In diesem Jahr haben wir Monique Durand in Kassel zum Gegenbesuch empfangen können, um mit ihr die von der Stadt mit uns organisierte Gedenkveranstaltung zum 1. Weltkrieg am Soldatenfriedhof in Oberzwehren am 1. September (s. Fotos) zu gestalten.

Die Preisverleihung an sie ist auch für uns Ehrung und zugleich Aufforderung  der Erinnerungs- und Friedensarbeit im Rahmen der deutsch-französische Kooperation weiterhin einen zentralen Platz einzuräumen.
 

Paul Leuck - Frankreichforum

Katrin Florin – Cercle francais
 

Kasseler Schüler forschen

Liebe Mitglieder und Freunde,

Chers amis,

Mit großer Freude möchte ich Sie aufmerksam machen auf ein weiteres Forschungsprojekt Kasseler Schüler, das im deutsch-französischen Kontext verortet ist ganz im Sinne 'Zukunft braucht Erinnerung'. Der nachstehende link führt Sie zu den Film, der die Forschungsarbeit zeigt.

https://www.dw.com/de/100-jahre-nach-dem-ersten-weltkrieg/av-46237599?fbclid=IwAR3e0gvtlpFdW8oIQaOl2kG-ZC4OYtEGZZoeFPY7WJCBUHRCMlO3OZo6BFg

Herr Freudenstein schildert im nachstehenden Text, wie er ganz persönlich beteiligt ist.

 

Ich wünsche Ihnen einen schöne Adventszeit, einen friedlichen Jahresausklang und freue mich auf gemeinsame Veranstaltungen im Neuen Jahr,

Amic'allemand

Katrin Florin

 

Am 16. November hatte ich kurz nach 14.00 Uhr Phönix eingeschaltet, ohne eine bestimmte Sendung zu suchen. Was ich da plötzlich hörte und sah, haute mich einfach um. Beim Kasseler Friedrichsgymnasium hätten sich Schüler im Rahmen der Erinnerungsarbeit mit dem Schicksal eines ehemaligen Fridericianers befasst, der im 1. Weltkrieg fiel und dessen sie im flandrischen Langemarck zusammen mit jungen Fußballspielern von Hertha BSC, Liverpool und Southhampton in einer Feierstunde gedenken wollten. Ich war wie elektrisiert, als ich den Namen des Gefallenen hörte: Heinrich Winkelstern - das war ja mein Onkel Heinrich, ein Bruder meiner Mutter! Im alten, am 22. Oktober 1943 zerstörten F.-G.-Gebäude in der „Wolfsschlucht“ war ich im Treppenhaus jahrelang tagtäglich an seinem Bild, das dort wie 180 andere Fotos gefallener Fridericianer hing, vorbeigelaufen. Natürlich hing das Bild auch bei uns zuhause in Waldau. Mit dem bayerischen Artillerie-Offiziershelm und der blau-silberweißen Offiziersschärpe hatten mein Bruder und ich „Soldaten“ gespielt. In einem alten Schrank hatte ein dunkelblauer friedensmäßiger Offiziers-Waffenrock gehangen, der in der allerersten Nachkriegszeit (1946?) zu einem wunderbaren Wintermantel für eine meiner jüngeren Schwestern umgearbeitet wurde.

Nun erfuhr ich im Fernsehen, das sich zwei junge Leute aus der FG-Geschichtswerkstatt daran gemacht hatten, die berufliche Laufbahn meines Onkels vor 1914 und seinen militärischen Werdegang als Reserve-Offizier in der Bayerischen Armee bis zu seinem Tod bei Ypern zu rekonstruieren. Dabei gelang es ihnen sogar, seine Personalakte im bayerischen Militärarchiv ausfindig zu machen.

Das und vieles andere bekommt man in der Fernsehsendung zu sehen. Ich habe natürlich daraufhin so bald wie möglich Kontakt mit der Schule aufgenommen und konnte mit dem Mentor und Geschichtslehrer René Mallm ausgiebig telefonieren (später auch mit Christoph Sentis: vgl. Fernseh-sendung). Zusammen mit Rebecca Böhmer werden sie mich voraussichtlich Anfang Januar 2019 hier am Niederrhein besuchen, um das Feld der Erinnerungsarbeit weiter zu beackern. Da Rebecca das DELF* am FG bekommen hat, bin ich recht zuversichtlich, dass sich hier ein neuer Beziehungsstrang zwischen Kassel und Beine-Nauroy entwickeln könnte.

*Das DELF-Programm (Diplôme d’Etudes en langue française – Diplôme approfondi de langue française) beschreibt ein Zertifizierungsprogramm für die Französische Sprache

Wir bündeln Kräfte – Wir fusionieren:
Ein neuer Verein entsteht!

Aus 2 wird 1: Zwei Kasseler Vereine, die ein Stück Frankreich sprachlich und kulturell nach Nordhessen holen, bündeln Kräfte und schließen sich zusammen. Es entsteht der neue Verein mit dem Namen Deutsch-Französisches Forum Kassel e. V. – Cercle Français

Wir befinden uns in der Fusionsphase, unsere Gründungsversammlung hat stattgefunden und die neue Satzung wurde einstimmig angenommen. In Kürze werden wir über die geplanten Veranstaltungen auf unserer neuen Homepage informieren. Bleiben Sie am Ball!

Cercle Français Kassel – Gesellschaft für deutsch-französische Zusammenarbeit e.V.

 

Ehrung mit Bundesverdienstkreuz

Mit großer Freude haben wir, das Frankreichforum und der Cercle francais – Gesellschaft für deutsch-französische Zusammenarbeit in Kassel, die Auszeichnung unserer französischen Kollegin und Freundin, Monique Durand, mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten Steinmeier am 4. Dezember begleitet.

Monique Durand hat wie keine andere den deutsch-französischen Friedensgedanken mit der Gedenkstättenarbeit zum 1. Weltkrieg seit Jahren maßgeblich verfolgt und uns in Kassel motiviert, gerade Jugendliche für ihre Arbeit zu begeistern. Kasseler Schülerinnen und Schüler vor allem der Albert Schweizer Schule (Europaschule) haben über viele Jahre an Ausgrabungsarbeiten in der Champagne teilgenommen, um aus dem im Krieg zerbombten Dorf Nauroy beispielhaft eine Gedenk-und Mahnstätte für die Greuel der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu machen.

Wir wurden im letzten Jahr zu einer Gedenkzeremonie nach Nauroy bei Reims eingeladen. In diesem Jahr haben wir Monique Durand in Kassel zum Gegenbesuch empfangen können, um mit ihr die von der Stadt mit uns organisierte Gedenkveranstaltung zum 1. Weltkrieg am Soldatenfriedhof in Oberzwehren am 1. September (s. Fotos) zu gestalten.

Die Preisverleihung an sie ist auch für uns Ehrung und zugleich Aufforderung  der Erinnerungs- und Friedensarbeit im Rahmen der deutsch-französische Kooperation weiterhin einen zentralen Platz einzuräumen.
 

Paul Leuck - Frankreichforum

Katrin Florin – Cercle francais